Crown & Anchor von Royal Caribbean International
Crown & Anchor von Royal Caribbean International

Es hat mal etwas länger gedauert seit dem letzten Beitrag, aber wir waren im Urlaub. Und dort war ich natürlich nicht untätig. Ich habe zwei weitere Logos von Kreuzfahrt-Reedereien gestickt, von denen ich heute Royal Caribbean International (RCI) vorstellen möchte:

1968 gründeten die norwegischen Reedereien Anders Wilhelmsen & Company, I.M. Skaugen & Company und Gotaas Larsen die Royal Caribbean Cruise Line (RCCL). Zwei Jahre später wurde das erste Schiff, die Song of Norway (1970, heute Ocean Pearl)  in Dienst gestellt, die nach vier Jahren um 25 m verlängert wurde. Ein Jahr später kam die Nordic Prince (1971 – 1995, heute Ocean Star Pacific) zur jungen Flotte und im folgenden Jahr die Sun Viking (1972 – 1998, heute Oriental Dragon). 1982 folgte die Song of America als damals drittgrößtes Schiff (1982 -1998, heute Louis Olympia). 1986 pachtete RCCL die Halbinsel Labadee auf Haiti, die seitdem den Schiffen der Gruppe als Anlaufhafen dient. Im selben Jahr versuchte der Konkurrent Carnival Cruise Lines eine Übernahme. Während Skaugen und Larsen der Übernahme freundlich gegenüberstanden, wehrte sich Wilhelmsen zusammen mit der Hyatt-Hotelgruppe erfolgreich gegen die Übernahme. 1988 fusioniert RCCL mit Admiral Cruise und erhielt kurzzeitig den Namen Royal Admiral Cruises.

Majesty of the Seas, 2010 vor Coco Cay
Majesty of the Seas, 2010 vor Coco Cay

Ebenfalls 1988 ließ RCCL das erste Mega-Schiff bauen, die Sovereign of the Seas (heute Sovereign bei Pullmantur Cruises). Sie war damals das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Erstmals bekam ein Schiff den Namenszusatz „of the Seas“, den heute alle aktuellen Schiffe von RCI tragen. 1990 wurde die Flotte um die Nordic Empress (1990, ab 2004 Empress of the Seas, seit 2008 als Empress bei Pullmantur Cruises) und Viking Serenade (1990, heute Island Escape) ergänzt. Im selben Jahr erwarb RCCL die Little Stirrup Cay auf den Bahamas, die heute den Namen Coco Cay trägt und als Privatinsel für die Schiffe der RCCL Gruppe dient. 1991 ging das zweite Schiff der Sovereign-Klasse in Dienst, die Monarch of the Seas (1991, ab 2013 bei Pullmantur Cruises als Monarch), und ein Jahr später das dritte Schiff dieses Klasse, die Majesty of the Seas (1992).

Vision of the Seas, 2011 vor Guernsey
Vision of the Seas, 2011 vor Guernsey

1993 ging RCCL an die Börse. 1995 wurde die Nordic Prince durch das erste Schiff der Vision-Klasse, die Legend of the Seas (1995) ersetzt. Mit der Vision-Klasse baute RCCL wieder etwas kleinere Schiffe als die der Sovereign-Klasse. Interessant ist auch, dass die Schiffe dieser Klasse in unterschiedlichen Werften gebaut wurden und es zwei Versionen der Schiffe gibt mit unterschiedlichen Decksplänen. 1996 folgten zwei weitere Schiffe der Vision-Klasse, die Splendour of the Seas (1996) und die Grandeur of the Seas (1996). 1997 erwarb RCCL Celebrity Cruises von Chandris und änderte den Namen der Reederei in Royal Caribbean International. Gleichzeitig wurde die Muttergesellschaft Royal Caribbean Cruises Ltd. geschaffen, zu der heute neben Royal Caribbean International und Celebrity Cruises auch Pullmatur Cruises mit Pullmantur Air, Azamara Club Cruises sowie CDF Croisières de France gehören. Außerdem hält Royal Caribbean Cruises Ltd. einen Anteil von 50% an TUI Cruises neben dem Touristik-Konzern TUI. Ebenfalls 1997 stießen die Rhapsody of the Seas (1997) und die Enchantment of the Seas (1997) als weitere Vision-Klasse Schiffe zur Flotte. Die Enchantment of the Seas wurde 2004 um 23 m verlängert und unterscheidet sich schon aus diesem Grund von ihren Schwestern. 1998 verließen die Song of America und die Sun Viking die Flotte. Als letztes Schiff der Vision-Klasse kam 1998 die Namensgeberin Vision of the Seas (1998).

Voyager of the Seas, 2011 Ravenna
Voyager of the Seas, 2011 Ravenna

1999 markierte einen weiteren Rekord mit dem ersten Schiff der Voyager-Klasse, der Voyager of the Seas (1999), die erneut das größte Kreuzfahrtschiff der Welt zur damaligen Zeit war. 2000 folgte die Explorer of the Seas (2000), ebenfalls aus der Voyager-Klasse. Mit der Radiance of the Seas (2001)  kam 2001 das erste Kreuzfahrtschiff aus der Radiance-Klasse, die sich durch einen umweltfreundlicheren Gasturbinen-Antrieb auszeichnet. Außerdem wurde die Adventure of the Seas (2001) fertiggestellt, die zur Voyager-Klasse gehört. 2002 folgten die Brilliance of the Seas (Brilliance-Klasse, 2002) und die Navigator of the Seas (Voyager-Klasse, 2002). Weiter ging es mit der Serenade of the Seas (Brilliance-Klasse, 2003) und dem letzten Schiff der Voyager-Klasse, der Mariner of the Seas (2003). 2004 folgte das letzte Schiff der Brilliance-Klasse, die Jewel of the Seas(2004).

Serenade of the Seas, 2009 Icy Strait Point, Alaska
Serenade of the Seas, 2009 Icy Strait Point, Alaska

Mit der Freedom of the Seas (2006), dem ersten Schiff der Freedom-Klasse, setzte RCI erneut einen neuen Rekord mit dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt. Die Liberty of the Seas (2007) und die Independence of the Seas (2008) folgten als weitere Schiffe der Freedom-Klasse. Doch 2009 gab es einen weiteren Rekord mit dem neuen größten Kreuzfahrtschiff der Welt, der Oasis of the Seas (2009) aus der Oasis-Klasse, gefolgt von ihrer 5 cm längeren Schwester Allure of the Seas (2010), dem 22. Schiff der RCI-Flotte.

Liberty of the Seas, 2010 Miami
Liberty of the Seas, 2010 Miami

Unter dem Namen Project Sunshine sollen auf der Meyer Werft in Papenburg wieder etwas kleinere Schiffe entstehen, die 2014 und 2015 zur Auslieferung anstehen.

Oasis of the Seas, 2009 Fort Lauderdale
Oasis of the Seas, 2009 Fort Lauderdale

2009 hatte ich nach dem Gewinn eines Video-Wettbewerbs die Ehre von der Oasis of the Seas als Reporter at Sea in drei Video-Reportagen zu berichten. Daher nimmt dieses Schiff natürlich einen besonderen Platz in meinem Herzen ein!

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