USA-Karte: Raddampfer
USA-Karte: Raddampfer

Dieser Heckraddampfer im klassischen Stil der Mississippi-Raddampfer steht als Symbol für New Orleans, das auf der USA-Karte zwar einen Punkt bekommen hat aber ohne den Städtenamen. Am 20. Oktober 1811 begab sich Robert Fulton mit Nicholas Roosevelt mit dem Seitenraddampfer „New Orleans“ auf die Reise von Pittsburgh am Beginn des Ohio bis nach New Orleans am Mississippi. Dies war der erste Raddampfer auf dem Flusssystem des Mississippi. Am 10. Januar 1812 erreichte die New Orleans die gleichnamige Stadt und ihr Endziel. Erstmals war es möglich, den Fluss nicht nur mit der Strömung flussabwärts zu fahren, sondern auch gegen die Strömung flussaufwärts. Die Raddampfer lösten bald die lediglich mit einem Steuerruder versehenen „Keelboats“ ab, die in New Orleans in Einzelteile zerlegt und als Holz verkauft wurden.

Die Stadt New Orleans im Bundesstaat Louisiana liegt ca. 90 km oberhalb der Mündung des Mississippi in den Golf von Mexiko. New Orleans wurde am 7. Mai 1718 als La Nouvelle-Orléans von der French Mississippi Company gegründet und nach dem Herzog von Orleans benannt. 1763 ging New Orleans durch den Vertrag von Paris an Spanien und 1801 zurück an Frankreich. New Orleans entwickelte sich bald zu einer bedeutenden Hafenstadt und zum Zentrum des Sklavenhandels. 1803 verkaufte Frankreich im sogenannten Louisiana Purchase über 2 Millionen Quadratkilometer Land an die USA. Dieser Landkauf, der sich über den gesamten mittleren Westen der USA erstreckte, verdoppelte das damalige Staatsgebiet der USA.

Die Bevölkerung ist ein Mix aus Creolen aus den französischen Karibik-Gebieten, ehemaligen afrikanischen Sklaven und Nachfahren der Siedler aus Frankreich, Spanien und Großbritannien. Noch heute wird in Louisiana von den Cajuns, den Nachfahren der französischstämmigen Kandadier aus der ostkanadischen Provinz Acadie, eine eigene, stark an das Französisch anlehnde Sprache gesprochen. New Orleans beherbergt nicht nur einen der bedeutensten Häfen der USA, der auch bei Kreuzfahrtschiffen beliebt ist. Bekannt ist New Orleans als Wiege des Jazz mit zahlreichen Clubs und Festivals, wegen seiner hervorragenden durch die verschiedenen Kulturen geprägte Küche und für die prachtvollen Umzüge zum Mardi Gras. Das Stadtzentrum, das French Quarter, stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert und ist berühmt für seine schmiedeeisernen Balkongeländer. Die Bourbon Street beherbergt nicht nur zahlreichen Musik-Clubs und Restaurants, sondern ist auch einer der wenigen Orte in den USA, wo es erlaubt ist, auf der Straße Alkohol zu konsumieren. Auch einen echten Raddampfer kann man in New Orleans noch finden: Die Natchez bietet täglich Hafenrundfahrten – auch mit Lunch – an. Ihre Dampforgel (Calliope) spielt regelmäßig vor der Abfahrt und ist im gesamten French Quarter zu hören.

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